online unter kautschuk-magazin.de Kurz notiert Flaute in der Gummi- und Kunststoffindustrie, Reifen aus Speiseöl, Freudenberg mit neuem Standort: News aus der Branche 03 Inhalt Titelfoto: KAUTSCHUK/Daniel Heitmueller, Foto oben: ADK Liebe Leserinnen und Leser! Es gibt ein Thema, bei dem meine Tante und ich selten einer Meinung sind: die Rente. Sie ist kinderlos, hat über 45 Jahre lang den Spitzensatz in die Sozialsysteme eingezahlt und sich einen sorgenfreien Ruhestand verdient. Ich hingegen stehe mitten im Berufsleben, habe noch mindestens 20 Beitragsjahre vor mir und längst den Glauben verloren, später eine staatliche Altersversorgung zu erhalten. Natürlich freue ich mich, wenn meine Tante nach einer Rentenerhöhung mehr Geld auf dem Konto hat. Schließlich wird auch für sie das Leben immer teurer. Gleichzeitig bin ich ernüchtert, wenn von meiner Gehaltserhöhung, die brutto gut aussieht, netto kaum etwas ankommt. Irgendjemand muss den Spaß ja bezahlen. Neulich bekam meine Tante wieder Post von der Rentenversicherung: 70 Euro mehr im Monat – theoretisch. Wegen gestiegener Kranken- und Pflegebeiträge landen aber nur 40 Euro zusätzlich auf ihrem Konto. Bei der Betriebsrente beträgt der Zuwachs maue 10 Cent. Ihr Kommentar: Bei solchen Kleckerbeträgen könne man die Erhöhung auch gleich lassen. Fakt ist: Unser Sozialsystem ist dramatisch in Schieflage geraten, Reformen sind überfällig. Andernfalls können bald weder die Alten noch die Jungen von dem leben, was hierzulande erwirtschaftet wird. Doch wie lässt sich das Dilemma um Renten-, Pflege- und Krankenversicherung lösen? Dazu gibt es unterschiedliche Auffassungen. Wir stellen sie in unserem Schwerpunkt ab Seite 7 vor. Eines ist sicher: Von allein verschwinden die Probleme nicht. Mut zu Reformen ist gefragt. Und auch die Älteren werden verzichten müssen, wenn wir einen Generationenkonflikt vermeiden wollen. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen mit dieser Ausgabe. Die nächste erscheint am 29. November. Herzlichst Ihre Isabel Link Leiterin interne Kommunikation ADK Mein Ding Zerspanungsmechaniker Tim Schmidt fräst bei Indunorm in Bockenem Werkstücke – und dirigiert Roboter 04 Standort Klimaschutz: Warum Deutschland jetzt endlich auf CO2-Speicherung setzt 06 Schwerpunkt Rente, Pflege, Gesundheit: Die Sozialkassen sind unter Druck. Wie kommt das System wieder ins Gleichgewicht? 07 Unser Ding Abschied im Kreislauf der Natur: Das Start-up Sustainable Manufacturing bietet eine Urne, die sich selbst zersetzt 10 Das Ding / Glosse Beißschienen: Entspannung für die Kaumuskulatur / Bonzo erklärt, warum die Rentenpolitik mehr Biss braucht 16 Mehr Informationen zur Berechnungsmethodik, zur Kompensation und dem gewählten GoldstandardKlimaschutzprojekt finden Sie unter klima-druck.de/ID. klima-druck.de ID-Nr. Druckprodukt CO₂ kompensiert 24166749 IMPRESSUM KAUTSCHUK erscheint im Verlag der Institut der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH Postfach 10 18 63, 50458 Köln Konrad-Adenauer-Ufer 21, 50668 Köln Herausgeberin Isabel Link, Hannover Redaktionsleiter Roman Winnicki (verantwortlich) Redaktion Elke Bieber, Stephan Hochrebe; Ursula Hellenkemper (Schlussredaktion) Kontakt 0221 4981-670 redaktion@kautschuk-magazin.de Gestaltung Alice Kaiser, Wahideh Mostafawy; Daniel Roth (Bilder) Vertrieb Tjerk Lorenz, 0221 4981-216 vertrieb@kautschuk-magazin.de Fragen zum Datenschutz datenschutz@kautschuk-magazin.de Alle Rechte liegen beim Verlag. Rechte für Nachdruck oder elektronische Verwertung erhalten Sie über lizenzen@iwkoeln.de. Druck Zeitungsdruck Dierichs GmbH & Co. KG, Kassel KAUTSCHUK wird gedruckt auf mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ ausgezeichneten Papier aus 100 Prozent Recycling-Material. Chefgespräch Krahn Chemie setzt mit der Erweiterung in Bottrop auf Praxisnähe und Innovation: CEO Martin John erklärt das 12 Fit für den Job Pssssssst: Geschäftsgeheimnisse bleiben besser geheim – auch vor Chatbots, wie ADK-Jurist Dirk Seeliger warnt 14 Zahlen & Fakten Alles vom Acker: Warum kleine Höfe kämpfen, große wachsen und wie Hightech die Landwirtschaft verändert 15 02 — KAUTSCHUK AUSGABE 23 / OKTOBER 2025
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